MISTER SECURITY

Projekt von Lukasz Chrobok und Christoph Faulhaber

 

Überwachung und Disziplinierung, wie wir sie aus modernen westlichen
Gesellschaften kennen, scheint sich aus einem zentralen Impuls zu speisen:
Der Angst vor Kontrollverlust. Das ins Feld geführte Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung taucht dabei als imaginäres Konstrukt auf, das schwerlich zu fassen ist. Sicherheit, oder das Bedürfnis nach Sicherheit, tritt hierbei als Knotenpunkt eines Diskurses zu Tage, der auf eine Vielzahl gesellschaftlicher Aspekte verweist. Die aktuelle Debatte zur Überwachung des öffentlichen Raums koppelt sich an die Frage nach der Freiheit des Einzelnen in unserer Gesellschaft und der Neuformulierung des dynamischen Verhältnisses von Sicherheit, Freiheit und Kontrolle in demokratischen Gesellschaften.
Die staatliche Kontrolle imprivaten und öffentlichen Raum und die Techniken der Disziplinierung des Einzelnen erscheinen heute als virulente gesellschaftliche Themen, die in stetiger Neuformulierung hervortreten. Letztendlich verweist die im Rahmen der Ausstellung präsentierte Dokumentation, als Ergebnis der unterschiedlichen Aktionen und ihren Reaktionen von Seiten der US amerikanischen Behörden sowie der deutschen,auf vielschichtige Fragen zur Nutzung und Veränderung des Öffentlichen, der Überwachung und Disziplinierung des Einzelnen und des vermeintlichen Bedrohungspotentials durch die visuelle Dokumentation des öffentlichen Raumes.

 

 

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© L. Chrobok